Über Anett Wehner

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Was macht eine Kita zu einer guten Kita?

Kindertagesstätte

Wenn es um die Betreuungsangebote der Kleinsten geht, muss der Qualitätsanspruch an oberster Stelle stehen. Auch wenn die Kleinkindbetreuerinnen und –betreuer in den Kindertagesstätten ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit mit Herzblut und Leidenschaft nachgehen, so stellt die angemessene Entlohnung doch eine wichtige Grundlage für die Sicherung von Qualität und Kontinuität dar.

Bei einem Nettolohn von sieben Euro pro Stunde und einem Bruttogehalt von 1.426,41 Euro dürfen wir uns allerdings nicht wundern, dass die Mitarbeiterinnern-meist sind es Frauen-im sozio-sanitären und erzieherischen Bereich unzufrieden sind und in der Folge besser bezahlte Jobs suchen.

Der Preiskampf in der öffentlichen Vergabe der Betreuungsaufträge tut sein Übriges. Hier gilt es hinzuschauen, zuzuhören und Maßnahmen zu ergreifen, die dem Negativtrend von häufigem Personalwechsel in den Kindertagesstätten, der durch die schlechte Entlohnung bedingt wird, entgegenwirken.

Hinzukommt die oft verbesserungswürdige Infrastruktur: Räumlichkeiten und Einrichtungen erfüllen oft nur Mindeststandards, und es stehen nicht genügend Räume zur Verfügung. Wobei dies von Gemeinde zu Gemeinde stark variiert, und vielerorts doch auch sehr gut ausgestattete Strukturen bereitgestellt werden.

Tatsächlich wünschen sich berufstätige Eltern für ihre Kinder eine hochwertige Betreuung mit fixen Bezugspersonen in gut ausgestatteten Strukturen. Diese Investition in die Zukunft unserer Kinder und in die Arbeitssituation erzieherisch tätiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lohnt sich und ist Verantwortung und Chance zugleich, für die ich mich einsetzen will.

Worum es in der Südtiroler Sanität wirklich geht

Pflegekräfte am Limit

Arno Kompatscher verspricht in einem seiner Wahlkampagnen-Videos zum Thema Gesundheit gute Verträge für junge Ärztinnen und Ärzte in Südtirol. Ein wichtiges Anliegen, doch Maria Elisabeth Rieder, vom Team Köllensperger bezweifelt, ob der Landeshauptmann wirklich weiß, worum es im Südtiroler Gesundheitswesen geht.

Sie will wissen, was mit den Arbeitsbedingungen und Verträgen der anderen Berufskategorien in der Sanität ist? So arbeite zum Beispiel das nichtärztliche Personal auf der Basis von Kollektivverträgen, die seit zehn Jahren keine Erneuerung erfahren haben, so Rieder.

“Die Aussagen des Landeshauptmannes veranlassen mich zur Annahme, dass er nicht wirklich weiß, was in der Südtiroler Sanität alles im Argen liegt”, so Maria Elisabeth Rieder. Alle Angestellten, nicht nur die Ärztinnen und Ärzte im Sanitätsbetrieb wünschten sich attraktivere Arbeitsbedingungen, eine angemessenere Entlohnung und mehr Wertschätzung für die geleistete Arbeit, stellt Rieder fest, die selbst seit 32 Jahren im Krankenhaus Bruneck arbeitet.

Die Realität sehe nach ihrer Einschätzung aber anders aus: personelle Unterbesetzung in den Abteilungen, zahllose Überstunden und eine sich daraus ergebende Überlastung bestimmten den Arbeitsalltag vieler Bediensteter. Freie Stellen blieben monatelang unbesetzt, und abgesehen vom ärztlichen Personal, werde es besonders im Pflegebereich immer schwieriger, merkt Maria Elisabeth Rieder an: “Es fehlt an Pflegepersonal, Betten werden abgebaut und die in der Pflege Beschäftigten arbeiten täglich am Limit ihrer Leistungsfähigkeit. Hinzu kommt eine Zusatzbelastung von ärztlichem Personal und Pflegekräften durch bürokratische Aufgaben infolge einer drastischen Reduzierung des Verwaltungspersonals.”, stellt sie fest.

Übertrieben lange Wartezeiten, Chaos in den Notaufnahmen und der drastische Ärztemangel sind laut Rieder also nur die Spitze des Eisbergs, und es gibt noch eine lange Liste an Baustellen im Gesundheitswesen des Landes, an denen dringend und mit viel Einsatz gearbeitet werden müsse.

Die Zukunft der Seniorenheime

Rentner

Die Alterung der Gesellschaft ist ein weltweites Phänomen, das auch in Südtirol immer sichtbarer wird und viele Bereiche unseres Lebens und Zusammenlebens verändert. Den Seniorenheimen kommt eine wachsende Bedeutung zu, doch deren Konzept allein ist keine ausreichende Antwort mehr auf die neue Alterskultur.

Die durch den demographischen Wandel bedingten, elementaren Umbrüche in unserer Gesellschaft verlangen nach neuen Angeboten gerade im Bereich des Wohnens. Das ist nicht nur das Ergebnis eines tendenziell aktiveren Lebensstils der älteren Menschen, sondern auch einer notwendigen Wertschätzung gegenüber dem Alter allgemein.

Betreutes Wohnen ist ein Beispiel, Mehrgenerationen-Wohnprojekte oder selbstorganisierte Alterswohngemeinschaften ein anderes.

Sowohl bei Neubauprojekten als auch bei der Modernisierung von Bestandsbauten sollten künftig die Anforderung an ein neues Wohnen im Alter berücksichtigt werden. Inklusion, Sichtbarkeit und Gemeinschaft-sinnvoll unterstützt durch professionelle Dienste, die bei Bedarf in Anspruch genommen werden können:

So sehen zukunftsfähige Konzepte aus, für deren Umsetzung es unbedingt ein Sonderprogramm seitens des Landes zur Finanzierung braucht.

Meine Familie und die Politik

Die politischen Fußstapfen meiner Brüder sind groß, und ich bin dankbar für die Unterstützung meiner ganzen Familie, und doch werde ich meinen eigenen Weg gehen, sollte ich am kommenden Wahlsonntag das ausreichende Vertrauen der Wählerinnen und Wähler bekommen.

Ganz gleich wie es am Sonntag ausgeht, die politische Arbeit und die Begegnung mit Menschen im ganzen Land haben mich jetzt schon geprägt und mir gezeigt, dass es gut und wichtig ist, sich einzubringen.

„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“, und mache mich gern auf den Weg für unsere Heimat und die Menschen, die hier leben.

Alzheimer und Demenz geht alle an

Heute ist Welt-Alzheimertag

DemenzDemenz geht uns alle an: das Thema hat uns alle berührt, berührt uns oder wird uns noch berühren. Von einer Demenzerkrankung kann jeder betroffen werden. Demenzkranke dürfen nicht aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Sie haben wie alle anderen Menschen Anrecht darauf, beachtet und geachtet zu werden.

Das Wichtigste ist die Lebensqualität dementer Menschen und derer, die sie betreuen, zu steigern. Demenz ist ein allgegenwärtiges Thema, so gibt es im Pustertal jährlich ca. 170 Neuerkrankungen und doch ist Demenz immer noch ein Tabuthema.

Eine Freundin von mir ist Krankenpflegerin im Territorium und erzählte mir vor kurzem: „Demenz immer noch ein Tabuthema ist. Angehörige von Betroffenen scheuen sich, Hilfe und Unterstützung zu holen. Oft vergehen Jahre, bis sich Betroffene an den Hausarzt wenden. Erst wenn die Belastung für die Pflegenden Angehörigen zu groß wird – kontinuierliche Anwesenheit zu Hause, Verlust von sozialen Kontakten, Überforderung durch Verhaltensauffälligkeiten des Kranken –  werden Dienste in Anspruch genommen. Die Angehörigen brauchen Unterstützung und Hilfe.