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Pfle­ge­aus­bil­dung im Pus­ter­tal: Antrag des Team K abge­lehnt – Lan­des­rat prä­sen­tiert kon­kre­te Plä­ne für Bruneck

Im Rah­men der gest­ri­gen Land­tags­sit­zung stand die Zukunft der Pfle­ge­aus­bil­dung im Pus­ter­tal im Mit­tel­punkt der Debat­te. Der vom Team K ein­ge­brach­te Vor­schlag für eine wohn­ort­na­he Pfle­ge­aus­bil­dung wur­de mehr­heit­lich abge­lehnt. Gleich­zei­tig wur­den erst­mals kon­kre­te Per­spek­ti­ven und geplan­te Maß­nah­men für den Stand­ort Bru­neck vor­ge­stellt. „Mit der Debat­te zur Pfle­ge­aus­bil­dung im Pus­ter­tal lie­gen nun erst­mals kon­kre­te Vor­ha­ben für den Stand­ort Bru­neck auf dem Tisch. Jetzt braucht es aber eine kla­re und ver­bind­li­che Umset­zung und die wer­den wir ein­for­dern“, so Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Maria Eli­sa­beth Rieder.

 Im Rah­men der Dis­kus­si­on stell­te Lan­des­rat Acham­mer die bestehen­den und geplan­ten Aus­bil­dungs­an­ge­bo­te für den Stand­ort Bru­neck vor. Neben den bereits lau­fen­den berufs­be­glei­ten­den Aus­bil­dungs­an­ge­bo­ten im Pfle­ge- und Sozi­al­be­reich star­tet ab Herbst in Zusam­men­ar­beit mit der Han­nah-Are­ndt eine dua­le, berufs­be­glei­ten­de Aus­bil­dung mit stär­ke­rer Pra­xis­an­bin­dung. Zudem soll die Aus­bil­dung durch die Nut­zung von Räum­lich­kei­ten im NOI Tech­park Bru­neck mehr Sicht­bar­keit bekom­men. Ab dem Schul­jahr 2027 wur­de außer­dem ein modu­la­res Aus­bil­dungs­mo­dell bis hin zur Matu­ra vor­ge­stellt. Die kon­kre­te Aus­ge­stal­tung, ins­be­son­de­re bei Stun­den­mo­del­len und Prak­ti­ka, wird der­zeit noch geprüft.

 Trotz die­ser ange­kün­dig­ten Schrit­te beton­te Maria Eli­sa­beth Rie­der in ihrer Wort­mel­dung, dass wei­ter­hin wesent­li­che Lücken bestehen: „Alle die­se Initia­ti­ven sind wich­tig. Gleich­zei­tig müs­sen wir den Fokus klar auf jun­ge Men­schen nach der Pflicht­schu­le legen und ihnen ein wohn­ort­na­hes Aus­bil­dungs­an­ge­bot ermög­li­chen. Wer Aus­bil­dung und Prak­ti­ka in der eige­nen Regi­on absol­viert, bleibt spä­ter auch beruf­lich vor Ort. Vie­le der bestehen­den Aus­bil­dungs­an­ge­bo­te rich­ten sich der­zeit vor allem an Erwach­se­ne. Für Jugend­li­che im Pus­ter­tal fehlt hin­ge­gen wei­ter­hin ein kla­rer Aus­bil­dungs­weg direkt nach der Pflicht­schu­le. Gleich­zei­tig steigt der Per­so­nal­be­darf im Pfle­ge­be­reich lau­fend – etwa durch den Aus­bau von Tages­pfle­ge­an­ge­bo­ten, neue Senio­ren­struk­tu­ren und spe­zia­li­sier­te Ein­rich­tun­gen wie Demenz­zen­tren. Vie­le jun­ge Men­schen möch­ten für eine Aus­bil­dung ihren Wohn­ort nicht ver­las­sen oder fin­den kei­ne pas­sen­de Unterkunftsmöglichkeit.“

 Der Fach­kräf­te­man­gel in der Pfle­ge wur­de im Land­tag zwar von allen Sei­ten als eines der größ­ten Pro­ble­me genannt, Unter­stüt­zung für den Vor­schlag gab es von Sei­ten der Mehr­heit jedoch nicht. Maria Eli­sa­beth Rie­der ließ kei­nen Zwei­fel dar­an, die vor­ge­stell­ten Aus­bau­plä­ne kon­se­quent wei­ter­zu­ver­fol­gen: „Ent­schei­dend ist jetzt, dass aus den ange­kün­dig­ten Vor­schlä­gen kon­kre­te Ange­bo­te wer­den. Wir wer­den genau hin­schau­en, wel­che Aus­bil­dungs­we­ge tat­säch­lich geschaf­fen wer­den, an wen sie sich rich­ten und wann die Umset­zung erfolgt. In den letz­ten Jah­ren wur­de viel dis­ku­tiert – jetzt braucht es kon­kre­te Umset­zung. Klar ist auch: Ohne bes­se­re Rah­men­be­din­gun­gen, etwa bei Ent­loh­nung und Ein­stu­fung, und ohne wohn­ort­na­he Aus­bil­dungs­an­ge­bo­te wird sich der Per­so­nal­man­gel im Pfle­ge­be­reich nicht lösen. Wir blei­ben bei die­sem The­ma dran und las­sen uns nicht mit Ankün­di­gun­gen abspei­sen, denn gera­de für das Pus­ter­tal und den Stand­ort Bru­neck sehe ich in die­sem Bereich sehr gro­ßes Potenzial.“

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