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3.700 Senio­rin­nen ohne Ren­te: Team K kün­digt Initia­ti­ve an

Rund 3.700 Frau­en über 67 Jah­ren ver­fü­gen in Süd­ti­rol über kei­ne Ren­te. Die­se ver­öf­fent­lich­ten Zah­len stam­men aus einer Erhe­bung des ASTAT, die auf eine Initia­ti­ve der Team K‑Landtagsabgeordneten Maria Eli­sa­beth Rie­der zurück­geht. Für sie sind die nun vor­lie­gen­den Daten eine wich­ti­ge Grund­la­ge für wei­te­re poli­ti­sche Schrit­te. Auf Basis die­ser Erhe­bung wird sie einen Vor­schlag in den Land­tag brin­gen, mit dem die finan­zi­el­le Absi­che­rung jener Frau­en ver­bes­sert wer­den soll, die auf­grund jahr­zehn­te­lan­ger Sor­ge- und Pfle­ge­ar­beit kei­ne Alters­ver­sor­gung auf­bau­en konn­ten. 

Die­se Zah­len über­ra­schen mich lei­der nicht. Sie bestä­ti­gen viel­mehr, wor­auf ich bereits mehr­fach hin­ge­wie­sen habe: Vie­le Senio­rin­nen haben ihr Leben lang Sor­ge- und Pfle­ge­ar­beit geleis­tet und ste­hen heu­te ohne eige­ne Ren­te und damit ohne Alters­ab­si­che­rung da. Genau des­halb habe ich mich dafür ein­ge­setzt, dass die­se Zah­len erho­ben wer­den. Jetzt haben wir erst­mals eine fun­dier­te Daten­grund­la­ge – und dar­aus müs­sen poli­ti­sche Kon­se­quen­zen fol­gen“, für die Team K‑Abgeordnete ste­hen hin­ter den Zah­len tau­sen­de Lebens­ge­schich­ten, „die­se Frau­en haben oft jahr­zehn­te­lang Ver­ant­wor­tung für ihre Fami­li­en über­nom­men. Sie haben gear­bei­tet – nur eben unbe­zahlt. Vie­les davon war damals ein­fach selbstverständlich.

Gera­de Frau­en die­ser Gene­ra­ti­on hat­ten meis­tens kei­ne ech­te Wahl. Kin­der­be­treu­ung war kaum vor­han­den, Teil­zeit­ar­beit noch wenig ver­brei­tet und auch Pfle­ge­ein­rich­tun­gen gab es längst nicht in dem Aus­maß wie heu­te. Wer Kin­der auf­zog oder sich um pfle­ge­be­dürf­ti­ge Eltern oder Schwie­ger­el­tern küm­mer­te, blieb häu­fig über vie­le Jah­re zu Hau­se und konn­te dadurch kei­ne oder nur gerin­ge eige­ne Pen­si­ons­an­sprü­che auf­bau­en. „Ohne die­se unbe­zahl­te Sor­ge- und Pfle­ge­ar­beit die­ser Frau­en hät­te unser Sozi­al- und Pfle­ge­sys­tem über Jahr­zehn­te gar nicht funk­tio­niert. Die­se Frau­en haben Leis­tun­gen erbracht, von denen die gesam­te Gesell­schaft pro­fi­tiert hat. Dass vie­le von ihnen heu­te finan­zi­ell schlech­ter abge­si­chert sind, ist des­halb nicht nur ein per­sön­li­ches Schick­sal, son­dern auch eine gesell­schafts­po­li­ti­sche Ver­ant­wor­tung, die wir nun auch über­neh­men müs­sen”, betont Maria Eli­sa­beth Rieder.

Zwar zeigt die Erhe­bung auch, dass rund 2.600 der betrof­fe­nen Frau­en in einem Haus­halt mit einem Jah­res­ein­kom­men von über 13.000 Euro leben, meist gemein­sam mit ihrem Ehe­part­ner. Für Maria Eli­sa­beth Rie­der greift die­se Betrach­tung jedoch zu kurz: „Es geht nicht nur um das Ein­kom­men eines Haus­halts, son­dern auch um die finan­zi­el­le Eigen­stän­dig­keit von Frau­en. Wer über kein eige­nes Ein­kom­men ver­fügt, ist immer in einer stär­ke­ren Abhän­gig­keit und trägt ein höhe­res Risi­ko, im Alter in finan­zi­el­le Schwie­rig­kei­ten zu gera­ten – etwa bei Tren­nung oder Tod des Part­ners.“ Seit Jah­ren setzt sich die Team K Abge­ord­ne­te für eine bes­se­re sozia­le Absi­che­rung von Frau­en ein. Auch in ihren Sprech­stun­den wird die­ses The­ma immer wie­der ange­spro­chen. „Vie­le Frau­en erzäh­len mir, dass sie ihr gan­zes Leben für ande­re da waren und heu­te den­noch kaum abge­si­chert sind. Das bewegt mich sehr. Die­se Frau­en haben einen wich­ti­gen Bei­trag geleis­tet, dafür ver­die­nen sie nicht nur Aner­ken­nung, son­dern auch finan­zi­el­le Sicher­heit.“

Die von der Lan­des­re­gie­rung ange­führ­ten Mög­lich­kei­ten wie Zusatz­ren­ten­fonds oder Bei­trä­ge zur ren­ten­recht­li­chen Absi­che­rung von Erzie­hungs- und Pfle­ge­zei­ten sei­en wich­ti­ge Instru­men­te für die jün­ge­ren Gene­ra­tio­nen. Für vie­le Frau­en, die heu­te bereits im Pen­si­ons­al­ter sind, kämen die­se Maß­nah­men jedoch zu spät. Auf Grund­la­ge der nun vor­lie­gen­den Zah­len wird Maria Eli­sa­beth Rie­der jetzt einen Beschluss­an­trag aus­ar­bei­ten. Ziel ist es, ins­be­son­de­re jene Senio­rin­nen bes­ser zu unter­stüt­zen, die kei­ne Alters­ab­si­che­rung auf­bau­en konn­ten. „Mit die­ser Erhe­bung haben wir erst­mals eine fun­dier­te Daten­grund­la­ge. Jetzt darf es nicht dabei blei­ben, die Zah­len zu ver­öf­fent­li­chen. Jetzt müs­sen wir kon­kre­te Lösun­gen erar­bei­ten und Ver­ant­wor­tung über­neh­men“, sagt Maria Eli­sa­beth Rie­der abschlie­ßend.

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