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8,76 Mil­li­ar­den Euro im Landeshaushalt

Der Lan­des­haus­halt 2026 steht – und mit ihm erneut die grund­le­gen­de Fra­ge, wie die öffent­li­chen Mit­tel eines der wirt­schafts­stärks­ten Räu­me Euro­pas ver­teilt wer­den. Wäh­rend der Haus­halt mit 8,76 Mil­li­ar­den Euro so umfang­reich erscheint wie nie zuvor, bleibt die zen­tra­le Her­aus­for­de­rung bestehen: Wird die­ses Bud­get tat­säch­lich dort wirk­sam, wo der Druck auf die Men­schen am größ­ten ist?

In mei­ner Rede zum Haus­halt 2026 habe ich auf­ge­zeigt, dass stei­gen­de Prei­se, sta­gnie­ren­de Löh­ne und unzu­rei­chend ange­pass­te Zugangs­kri­te­ri­en immer mehr Bür­ge­rin­nen und Bür­ger belas­ten – dar­un­ter ins­be­son­de­re Einel­tern­fa­mi­li­en, allein leben­de Men­schen, pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge sowie Beschäf­tig­te im öffent­li­chen Dienst. Trotz poli­ti­scher Ankün­di­gun­gen zu sozia­ler Gerech­tig­keit, leist­ba­rem Woh­nen, Pfle­ge­un­ter­stüt­zung und bes­se­ren Löh­nen zeigt die Rea­li­tät, dass vie­le Maß­nah­men ent­we­der zu lang­sam grei­fen oder gar nicht erst umge­setzt werden.

Die struk­tu­rel­len Pro­ble­me sind viel­fäl­tig: man­geln­de leist­ba­re Miet­woh­nun­gen, hohe Hür­den bei Unter­stüt­zungs­leis­tun­gen, über­las­te­te Fami­li­en, lan­ge War­te­zei­ten in der Pfle­ge, feh­len­de Klar­heit bei Lohn­er­hö­hun­gen und ein Gesund­heits­be­trieb, der unter Druck steht. Gleich­zei­tig ver­las­sen immer mehr jun­ge Men­schen unser Land – ein deut­li­cher Warn­hin­weis für die Zukunfts­fä­hig­keit Südtirols.

Was es jetzt braucht, ist nicht ein wei­te­rer Kata­log an Ver­spre­chen, son­dern kon­kre­te, spür­ba­re Maß­nah­men. Ein Haus­halt ist kein theo­re­ti­sches Zah­len­werk – er ent­schei­det dar­über, wie gerecht, lebens­wert und leist­bar Süd­ti­rol für die Men­schen tat­säch­lich ist.

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