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Team K: Som­mer­be­treu­ung 2026 – Neue Kri­te­ri­en füh­ren zu ers­ten Absagen

Die Lan­des­re­gie­rung hat neue Richt­li­ni­en für die Som­mer­be­treu­ung beschlos­sen. Was als Erleich­te­rung ange­kün­digt wur­de, sorgt nun für Unsi­cher­heit: Ers­te Anbie­ter zie­hen sich zurück, eini­ge Ange­bo­te ste­hen vor dem Aus.

Im Febru­ar 2025 hat­ten die Lan­des­rä­te Acham­mer und Pamer gro­ße Ver­spre­chen gemacht: Kein „Click-Day“ mehr für Eltern, sechs bis sie­ben Wochen Som­mer­be­treu­ung in den Kin­der­gär­ten bis Ende Juli, eine zen­tra­le Koor­di­nie­rungs­stel­le für Aus­schrei­bun­gen und die akti­ve Betei­li­gung der päd­ago­gi­schen Fach­kräf­te bei Orga­ni­sa­ti­on und Vorbereitung.Von die­sen Ankün­di­gun­gen ist wenig geblie­ben. Im Lau­fe des Jah­res muss­te die Lan­des­re­gie­rung zurück­ru­dern – übrig blieb ledig­lich die Zusa­ge, die Räum­lich­kei­ten der Kin­der­gär­ten zur Ver­fü­gung zu stel­len. Nun sol­len erneut exter­ne Anbie­ter die Som­mer­be­treu­ung in Zusam­men­ar­beit mit den Gemein­den stem­men. Vor kur­zem hat die Lan­des­re­gie­rung die neu­en „Richt­li­ni­en für die Gewäh­rung von Bei­trä­gen für außer­schu­li­sche Betreu­ung und Beglei­tung für Kin­der und Jugend­li­che“ beschlos­sen. Die­se brin­gen zwar Ver­ein­fa­chun­gen, doch das neue Berech­nungs­sys­tem führt dazu, dass zahl­rei­che Ange­bo­te nicht mehr kos­ten­de­ckend finan­ziert wer­den können.

Bereits in den letz­ten Jah­ren haben vie­le Anbie­ter die Som­mer­be­treu­ungs­an­ge­bo­te mit gro­ßem per­sön­li­chen Ein­satz orga­ni­siert. Sie haben ehren­amt­lich gear­bei­tet, muss­ten die Ver­ant­wor­tung für die Finan­zie­rung über­neh­men und per­sön­lich haf­ten. Mit den  neu­en Richt­li­ni­en kön­nen vie­le ehren­amt­li­che Ver­ei­ne und Jugend­ver­ei­ne ihre Ange­bo­te nicht mehr kos­ten­de­ckend finan­zie­ren. Das bedeu­tet ent­we­der höhe­re Eltern­bei­trä­ge und grö­ße­re Unter­stüt­zung durch die Gemein­den oder das Aus für seit Jah­ren ange­bo­te­ne Som­mer­pro­jek­te. In den letz­ten Tagen habe ich vie­le Rück­mel­dun­gen in die­se Rich­tung bekom­men, die Anbie­ter füh­len sich von der Lan­des­rä­tin im Stich gelas­sen“, berich­tet  Maria Eli­sa­beth Rieder.

Bei­spiels­wei­se hat eine Trä­ger­schaf­ten in der Umge­bung Bozen bereits mit­ge­teilt, dass es 2026 kei­ne Som­mer­an­ge­bo­te mehr geben wird. Der gemein­nüt­zi­ge Ver­ein kön­ne die zusätz­li­che Ver­ant­wor­tung für die Kin­der nicht mehr über­neh­men. Für vie­le Eltern ist das eine Hiobs­bot­schaft. Auch ande­re Anbie­ter im Land prü­fen der­zeit, ob sie ihre Som­mer­pro­jek­te durch­füh­ren können.

In einer Online-Sit­zung mit Lan­des­rä­tin Pamer wur­den die neu­en Kri­te­ri­en letz­te Woche vor­ge­stellt – vie­le Fra­gen blie­ben jedoch offen. Jetzt heißt es für die Anbie­ter rech­nen und die Eltern hof­fen, dass die Som­mer­be­treu­ung nicht zum Glücks­spiel wird. Maria Eli­sa­beth Rie­der for­dert die Lan­des­rä­te Pamer und Acham­mer auf, kurz­fris­tig eine Lösung zu fin­den, um die Som­mer­be­treu­ung 2026 zu sichern.

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