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Ver­spä­tet, über­füllt, unzu­ver­läs­sig: Süd­ti­rols öffent­li­cher Ver­kehr ver­liert wei­ter das Ver­trau­en der Menschen

Wäh­rend die Lan­des­re­gie­rung wei­ter­hin das Bild eines moder­nen Mobi­li­täts­lan­des zeich­net, erle­ben tau­sen­de Süd­ti­ro­le­rin­nen und Süd­ti­ro­ler jeden Tag eine ande­re Rea­li­tät: ver­spä­te­te Züge, Zug­aus­fäl­le, feh­len­de Infor­ma­tio­nen, unzu­ver­läs­si­ge Anschlüs­se, kei­ne Infor­ma­tio­nen in der Mobi­li­täts­app und ein öffent­li­cher Nah­ver­kehr, auf den man sich immer weni­ger ver­las­sen kann.Team K for­dert Ant­wor­ten von Lan­des­rat Alfrei­der und der STA: Zug­ver­spä­tun­gen, Aus­fäl­le und man­geln­de Ver­läss­lich­keit brin­gen Schü­le­rin­nen, Schü­ler und Pend­ler an ihre Grenzen.

„Eine Mut­ter hat mir berich­tet, dass ihr Sohn, der eine Ober­schu­le besucht, allein im Sep­tem­ber auf der Stre­cke Meran-Auer sechs­mal zu spät in die Schu­le gekom­men ist. Die Ver­spä­tun­gen reich­ten von zehn Minu­ten bis zum Aus­fall von zwei Unter­richts­ein­hei­ten. Glei­ches gilt für den Heim­weg. Ähn­li­che Rück­mel­dun­gen erhal­te ich auch aus der Schul- und Arbeits­welt des Pus­ter­tals. Wer täg­lich auf Bus und Bahn ange­wie­sen ist, braucht kei­ne Aus­re­den, son­dern Ver­läss­lich­keit“, erklärt Alex Plo­ner.

Für das Team K kann die Ver­ant­wor­tung nicht stän­dig auf die RFI, tech­ni­sche Pro­ble­me oder Wild­un­fäl­le abge­scho­ben wer­den. Seit Jah­ren wer­de den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern erklärt, war­um etwas nicht funk­tio­niert, wäh­rend sich an der Situa­ti­on kaum etwas ändere.

„Die Lan­des­re­gie­rung spricht ger­ne vom Mobi­li­täts­land Süd­ti­rol. Wer jedoch täg­lich pen­delt, erlebt ein ande­res Bild. Es genügt nicht, neue Stra­ßen zu bau­en und gleich­zei­tig von Ver­kehrs­wen­de zu spre­chen. Wer die Men­schen vom Auto auf Bus und Bahn brin­gen will, muss zuerst dafür sor­gen, dass Bus und Bahn funk­tio­nie­ren. Zur Zeit ist das Gegen­teil der Fall. Men­schen die Pünkt­lich­keit und Ver­läss­lich­keit brau­chen, neh­men wie­der das Auto. Genau des­halb erwar­te ich mir von den Ver­ant­wort­li­chen und Lan­des­rat Alfrei­der end­lich kon­kre­te Ant­wor­ten und einen glaub­wür­di­gen Plan zur Wie­der­her­stel­lung eines ver­läss­li­chen öffent­li­chen Nah­ver­kehrs“, sagt Maria Eli­sa­beth Rie­der.

Kri­tisch sieht das Team K auch die zahl­rei­chen wei­te­ren Män­gel im öffent­li­chen Nah­ver­kehr: nicht bar­rie­re­freie Bahn­hö­fe, seit Jah­ren ver­spro­che­ne Auf­zü­ge wie in Ster­zing, geschlos­se­ne oder unge­pfleg­te Toi­let­ten sowie Sani­tär­an­la­gen in Zügen, die regel­mä­ßig außer Betrieb sind. 

“Wäh­rend Mil­lio­nen in Stra­ßen­bau­pro­jek­te flie­ßen, nimmt die Zuver­läs­sig­keit der Bahn trotz anders­lau­ten­der Ankün­di­gun­gen ste­tig ab. Vie­le Pend­ler stei­gen des­halb wie­der aufs Auto um. Wer die Ver­kehrs­wen­de ernst meint, muss zuerst dafür sor­gen, dass Bus und Bahn pünkt­lich, ver­läss­lich und benut­zer­freund­lich funk­tio­nie­ren”, so Maria Eli­sa­beth Rie­der und Alex Plo­ner unisono.

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