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Alters­vor­sor­ge ab Geburt: Mehr­heit blo­ckiert Alters­vor­sor­ge für kom­men­de Generationen

Mit einer Inves­ti­ti­on von ledig­lich 0,26 % des Lan­des­haus­hal­tes hät­te Süd­ti­rol eine wich­ti­ge Wei­chen­stel­lung für die Alters­vor­sor­ge künf­ti­ger Gene­ra­tio­nen vor­neh­men kön­nen. Die­se Chan­ce wur­de heu­te im Land­tag ver­tan: Der von der Team-K-Abge­ord­ne­ten Maria Eli­sa­beth Rie­der ein­ge­brach­te Beschluss­an­trag zur Ein­set­zung einer Kom­mis­si­on mit dem Auf­trag, die Ein­füh­rung einer Gene­ra­tio­nen­ren­te ab Geburt zu prü­fen, wur­de mit 16 Ja- und 16 Nein-Stim­men abge­lehnt. Damit wur­de eine rich­tungs­wei­sen­de Ent­schei­dung für die Alters­vor­sor­ge kom­men­der Gene­ra­tio­nen verhindert.

Der Vor­schlag der Team K Abge­ord­ne­ten sah vor, bei der Geburt jedes Kin­des ein­ma­lig 5.000 Euro in einen lang­fris­ti­gen Vor­sor­ge­fonds ein­zu­zah­len. Der jähr­li­che Auf­wand hät­te rund 23 Mil­lio­nen Euro betra­gen – ein über­schau­ba­rer Betrag im Ver­hält­nis zum Rekord­haus­halt von 8,76 Mil­li­ar­den. Mit die­ser Maß­nah­me hät­te früh­zei­tig Alters­ar­mut vor­ge­beugt wer­den können.

Wäh­rend die Oppo­si­ti­on den Antrag unter­stütz­te, ver­wei­ger­te Sozi­al­lan­des­rä­tin Pamer jed­we­de Wei­ter­ent­wick­lung des Modells. Beson­ders kri­tisch bewer­tet Maria Eli­sa­beth Rie­der die Ableh­nung des Vor­schlags, zumin­dest eine Exper­ten­grup­pe ein­zu­set­zen, um die Umsetz­bar­keit fach­lich zu prü­fen und ein Gesamt­kon­zept aus­zu­ar­bei­ten: „Nicht ein­mal die­se ergeb­nis­of­fe­ne Prü­fung war gewollt. Ich hät­te mir eine ernst­haf­te Dis­kus­si­on und die Bereit­schaft zur gemein­sa­men Wei­ter­ent­wick­lung erwar­tet. Ich habe kei­ne nach­voll­zieh­ba­re Argu­men­ta­ti­on gehört, die eine Ableh­nung des Vor­schla­ges recht­fer­tigt. Anstatt selbst Ver­ant­wor­tung für die kom­men­den Gene­ra­tio­nen zu über­neh­men, dele­giert die Lan­des­re­gie­rung die Zustän­dig­keit an die Regi­on, wo wohl­ge­merkt bereits seit 1997 per Gesetz die Ein­set­zung einer Exper­ten­grup­pe vor­ge­se­hen wäre, jedoch bis heu­te nicht erfolgt ist.”

Ange­sichts des demo­gra­fi­schen Wan­dels, sin­ken­der Gebur­ten­zah­len und zuneh­men­der Unsi­cher­heit im bestehen­den Ren­ten­sys­tem ist die­se Ableh­nung ein fata­les Signal. 

Mit mini­ma­lem Mit­tel­ein­satz hät­te heu­te eine soli­de Basis für eine gene­ra­tio­nen­ge­rech­te Alters­vor­sor­ge geschaf­fen wer­den kön­nen. Statt Ver­ant­wor­tung und Weit­sicht hat sich die Mehr­heit für Still­stand ent­schie­den. Vie­le jun­ge Men­schen keh­ren Süd­ti­rol den Rücken oder kom­men nach Aus­bil­dung und Stu­di­um nicht mehr zurück. Gera­de hier hät­te ein lang­fris­ti­ges, auf die nächs­ten Gene­ra­tio­nen aus­ge­rich­te­tes Vor­sor­ge­mo­dell ein posi­ti­ves Signal set­zen kön­nen – als nach­hal­ti­ge Inves­ti­ti­on und als Beweis poli­ti­scher Ver­ant­wor­tung gegen­über der Zukunft des Lan­des. Das aktu­el­le Steu­er­sys­tem steu­ert auf eine Situa­ti­on zu, in der künf­ti­ge Rent­ne­rin­nen und Rent­ner ihren Lebens­stan­dard deut­lich sen­ken müs­sen. Die Zah­len zei­gen bereits heu­te, wie groß der Vor­sor­ge­be­darf ist: Vie­le Eltern leis­ten schon jetzt frei­wil­li­ge Ein­zah­lun­gen in den regio­na­len Baby-Ren­ten­fonds. Umso unver­ständ­li­cher ist es, dass ein struk­tu­rier­tes, öffent­lich getra­ge­nes Modell für Süd­ti­rol nicht ein­mal ernst­haft geprüft wird.” so Maria Eli­sa­beth Rie­der.

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