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Bil­dungs­po­li­tik: Kla­re Reform­pro­zes­se und Pla­nung, kon­struk­ti­ver Dia­log, weni­ger Ankündigungspolitik

Seit Jah­ren wird im Bil­dungs­be­reich über umfas­sen­de Erneue­run­gen gespro­chen, ohne dass zen­tra­le struk­tu­rel­le Ver­bes­se­run­gen umge­setzt wur­den. Aus Sicht des Team K sind vie­le Vor­ha­ben bis­lang im Sta­di­um unver­bind­li­cher Ankün­di­gun­gen ver­blie­ben. Die jüngs­ten Aus­sa­gen von Lan­des­rat Acham­mer, der Maß­nah­men­ka­ta­log des SVP-Frak­ti­ons­spre­chers Stau­der zur Ret­tung der deut­schen Schu­le oder die Vor­schlä­ge zur Bil­dungs­re­form aus der sozia­len Mit­te der SVP, zei­gen ein­mal mehr, dass der­zeit rund um die Bil­dungs­po­li­tik von der SVP viel Rauch, aber wenig Sub­stanz pro­du­ziert wird. Es scheint Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit und wenig inner­par­tei­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on in der Regie­rungs­par­tei zu herrschen.

Unter dem Deck­man­tel “Bil­dungs­dia­log” wer­den seit Wochen von Lehr­per­so­nen Vor­schlä­ge zur Ver­bes­se­rung des Bil­dungs­sys­tems ein­ge­for­dert, die der Lan­des­re­gie­rung schon seit Jah­ren bekannt sind. Spä­tes­tens die zwei vom Team K initi­ier­ten Anhö­run­gen zur Schu­le im Land­tag haben die Män­gel offen­sicht­lich gemacht. Wei­ters wird nun von Lan­des­rat Acham­mer die Umset­zung des Bil­dungs­gip­fels (Team K Beschluss­an­trag) für Herbst ange­kün­digt, der eigent­lich die Basis für das eben­falls ange­kün­dig­te Bil­dungs­ge­setz, für eine tief­grei­fen­de Bil­dungs­re­form, sein soll­te. Doch das Bil­dungs­ge­setz wur­de schon für das Früh­jahr angekündigt. 

Seit lan­ger Zeit wer­den weit­rei­chen­de Refor­men in Aus­sicht gestellt, doch die Schu­len war­ten wei­ter­hin auf kon­kre­te Schrit­te. Ein moder­ner Bil­dungs­sek­tor braucht jetzt ver­läss­li­che Pla­nun­gen und nach­voll­zieh­ba­re Umset­zungs­schrit­te. In die­sem gan­zen Wirr­warr der Ankün­di­gun­gen stel­le ich mir die Fra­ge, ob es fach­lich nicht sinn­vol­ler wäre, das ange­kün­dig­te Gesetz („Bil­dungs­om­ni­bus“) erst nach dem Bil­dungs­gip­fel vor­zu­le­gen. Auf die­se Wei­se könn­ten die Ergeb­nis­se des Gip­fels unmit­tel­bar in die Geset­zes­vor­be­rei­tung ein­flie­ßen.” so Alex Plo­ner vom Team K. 

Für Unver­ständ­nis sorgt beim Team K auch die Aus­sa­ge des Lan­des­ra­tes Acham­mer, dass die Pro­test­maß­nah­men im Herbst auf­hö­ren müs­sen. Erneu­te Dro­hun­gen gegen­über Lehr­per­so­nen oder bil­dungs­po­li­ti­schen Akteu­ren sind kein geeig­ne­tes Mit­tel zur Kon­flikt­lö­sung und belas­ten den sozia­len Dia­log erheb­lich. Auch in Sachen Gehalt muss die Lan­des­re­gie­rung erst liefern. 

“Im Jän­ner wur­de nichts wei­ter als die Infla­ti­ons­an­pas­sung aus­ge­zahlt – von ech­ten Lohn­er­hö­hun­gen kann daher kei­ne Rede sein. Der bereichs­über­grei­fen­de Kol­lek­tiv­ver­trag 2022–2024 ist bereits aus­ge­lau­fen, und die Ver­hand­lun­gen für 2025–2027 ste­hen erst an. Auch die Gesprä­che über die Gehalts­er­hö­hun­gen für das Lehr­per­so­nal lau­fen der­zeit – Ergeb­nis­se lie­gen jedoch noch kei­ne vor. Die Aus­sa­gen von Lan­des­rat Acham­mer ver­mit­teln somit ein irre­füh­ren­des Bild und tra­gen nicht dazu bei, eine ehr­li­che, trans­pa­ren­te Zusam­men­ar­beit auf Augen­hö­he mit den Lehr­kräf­ten zu ermög­li­chen”, ergänzt die Team-K-Abge­ord­ne­te Maria Eli­sa­beth Rie­der .

Das Team K for­dert die Lan­des­re­gie­rung auf, gegen­über den Bil­dungs­ak­teu­ren mode­ra­ter auf­zu­tre­ten und den ange­kün­dig­ten Bil­dungs­gip­fel sorg­fäl­tig, trans­pa­rent und pro­fes­sio­nell vor­zu­be­rei­ten. Ein wei­te­rer teu­rer Schlag ins Was­ser wie mit dem Nach­hal­tig­keits­fes­ti­val “Sus­taina­bi­li­ty Days 2022” ist zu ver­mei­den. Nur ein breit abge­stütz­ter Pro­zess kön­ne nun zu nach­hal­ti­gen Lösun­gen für den Bil­dungs­sek­tor führen. 

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