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Lohn­er­hö­hun­gen ja – Kos­ten­ab­wäl­zung nein: Team K for­dert Über­ar­bei­tung der Finan­zie­rung von Seniorenwohnheimen

Die Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten des Team K schla­gen Alarm: Die Tarif­er­hö­hun­gen der letz­ten Jah­re  in Süd­ti­rols Senio­ren­wohn­hei­men brin­gen vie­le älte­re Men­schen und ihre Fami­li­en an die Belas­tungs­gren­ze. Grund dafür ist die der­zei­ti­ge Finan­zie­rungs­struk­tur, die dazu führt, dass ein Teil der gestie­ge­nen Per­so­nal­kos­ten über höhe­re Tages­sät­ze – also direkt über die Heim­be­woh­ne­rin­nen und Heim­be­woh­ner – finan­ziert wird. Maria Eli­sa­beth Rie­der reagiert auf die stark stei­gen­den Tages­sät­ze in den Süd­ti­ro­ler Senio­ren­wohn­hei­men und hat im Land­tag einen Beschluss­an­trag ein­ge­bracht, in dem sie ver­langt, kol­lek­tiv­ver­trag­li­che und infla­ti­ons­be­ding­te Per­so­nal­kos­ten­stei­ge­run­gen zukünf­tig voll­stän­dig durch öffent­li­che Mit­tel zu finanzieren.

Im Dezem­ber 2024 wur­den die Finan­zie­rungs­pa­ra­me­ter der Senio­ren­wohn­hei­me neu fest­ge­legt. Das Land über­nimmt rund 90 Pro­zent der Mehr­kos­ten, etwa 10 Pro­zent blei­ben bei den Ein­rich­tun­gen. Was auf dem Papier nach einer Ent­las­tung aus­sieht, führt in der Pra­xis zum Gegen­teil: Die­se 10 Pro­zent wer­den von den Ein­rich­tu­gen über höhe­re Tages­sät­ze finan­ziert – und damit direkt an die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner sowie ihre Fami­li­en wei­ter­ge­reicht. Die Fol­ge: Pfle­ge wird teu­rer – und zwar deut­lich stär­ker als die Infla­ti­on. Am Bei­spiel des Bür­ger­heims „ÖBPB zum Hl. Geist“ in Bri­xen zeigt sich die Ent­wick­lung deut­lich: Der Tages­satz für ein Ein­zel­zim­mer stieg von 62,73 Euro im Jahr 2024 auf 77,90 Euro im Jahr 2026 – ein Plus von über 24 Prozent. 

Für vie­le Heim­be­woh­ne­rin­nen und Heim­be­woh­ner – und ins­be­son­de­re für ihre Ange­hö­ri­gen – bedeu­tet das Mehr­kos­ten von meh­re­ren tau­send Euro pro Jahr inner­halb kur­zer Zeit. Für vie­le Fami­li­en wird der Heim­auf­ent­halt zur finan­zi­el­len Dau­er­be­las­tung. Die­se Ent­wick­lung ist nicht trag­bar“, so Maria Eli­sa­beth Rie­der. „Es ist wich­tig und rich­tig, dass Lohn­er­hö­hun­gen für das Pfle­ge­per­so­nal gemacht wer­den. Aber es ist falsch, die­se Kos­ten über die Tages­sät­ze an die Betrof­fe­nen abzu­schie­ben. Gera­de pfle­ge­be­dürf­ti­ge Men­schen haben kei­ne Alter­na­ti­ve, und auch Ange­hö­ri­ge sind oft ver­pflich­tet, die stei­gen­den Kos­ten mit­zu­tra­gen. Der Feh­ler liegt hier klar im Sys­tem.“ 

Mit ihrem Beschluss­an­trag for­dert Maria Eli­sa­beth Rie­der daher, die bestehen­de Finan­zie­rungs­struk­tur der Senio­ren­wohn­hei­me zu über­prü­fen und so anzu­pas­sen, dass der von den Ein­rich­tun­gen zu tra­gen­de Kos­ten­an­teil nicht mehr über den Tages­satz und damit nicht zulas­ten der Heim­be­woh­ne­rin­nen und Heim­be­woh­ner sowie deren Ange­hö­ri­gen finan­ziert wird. Gleich­zei­tig soll sicher­ge­stellt wer­den, dass Per­so­nal­kos­ten­stei­ge­run­gen im Pfle­ge- und Betreu­ungs­be­reich künf­tig voll­stän­dig durch öffent­li­che Mit­tel – ins­be­son­de­re über den Ein­heits­be­trag des Lan­des – gedeckt und nicht über den Tages­satz wei­ter­ge­ge­ben werden.

Auch der Ver­band der Senio­ren­wohn­hei­me Süd­ti­rols und Ver­tre­ter ver­schie­de­ner Rent­ner­ge­werk­schaf­ten schla­gen Alarm und die Kri­tik des Ver­brau­cher­schutz­ver­eins Robin bestä­tigt die Ein­schät­zung der Team K Abge­ord­ne­ten Maria Eli­sa­beth Rie­der: „Wenn selbst Ein­rich­tun­gen, Inter­es­sen­ver­tre­tun­gen und der Ver­brau­cher­schutz Alarm schla­gen, kann die Poli­tik nicht län­ger weg­se­hen. Wenn Pfle­ge­kos­ten schnel­ler stei­gen als Ein­kom­men und Ren­ten, läuft etwas grund­le­gend falsch – die öffent­li­che Hand muss hier klar gegen­steu­ern, im Inter­es­se der Betroffenen.“

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