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Täg­li­che Fahr­ten zur Strah­len­the­ra­pie: Team K drängt auf Anpas­sung der Transportkriterien

Eine Krebs­dia­gno­se stellt das Leben von Betrof­fe­nen von einem Tag auf den ande­ren auf den Kopf. Neben der kör­per­li­chen und psy­chi­schen Belas­tung kommt für vie­le Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten in Süd­ti­rol eine zusätz­li­che Her­aus­for­de­rung hin­zu: der täg­li­che Weg zur The­ra­pie. Aktu­el­le Fäl­le und zahl­rei­che Rück­mel­dun­gen aus der Bevöl­ke­rung zei­gen, dass ins­be­son­de­re onko­lo­gi­sche Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten in Strah­len­the­ra­pie häu­fig auf sich allein gestellt sind – selbst dann, wenn sie über Wochen hin­weg täg­lich zu Behand­lun­gen fah­ren müs­sen. Eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung stel­len die Fahr­ten für Betrof­fe­ne aus der Peri­phe­rie dar. Des­halb bringt die Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Maria Eli­sa­beth Rie­der in die­ser Woche einen Vor­schlag ein, der eine Über­prü­fung und Anpas­sung der gel­ten­den Trans­port­kri­te­ri­en vor­sieht. Ziel ist eine stär­ke­re Berück­sich­ti­gung der rea­len Belas­tungs­si­tua­ti­on der Betrof­fe­nen sowie die Prü­fung ergän­zen­der Lösun­gen, etwa Sammeltransporte.

Eine Betrof­fe­ne aus dem Pus­ter­tal schil­dert ihre Situa­ti­on: Trotz Krebs­dia­gno­se und belas­ten­der The­ra­pie hat sie kei­nen Anspruch auf einen Kran­ken­trans­port. Täg­li­che Bestrah­lun­gen inner­halb weni­ger Wochen bedeu­ten für sie täg­li­che Fahr­ten nach Bozen – orga­ni­siert auf eige­ne Faust, trotz Erschöp­fung und kör­per­li­cher Schwä­che. Die Strah­len­the­ra­pien fin­den zen­tral in Bozen statt. Für vie­le Betrof­fe­ne aus peri­phe­ren Tälern bedeu­tet das lan­ge Anfahrts­we­ge. Wenn eine Pati­en­tin oder ein Pati­ent bei­spiels­wei­se aus dem hin­te­ren Ahrn­tal oder aus dem obe­ren Vinsch­gau nach Bozen zur The­ra­pie fah­ren muss, kann dies eine täg­li­che Gesamt­fahr­zeit von bis zu vier Stun­den bedeu­ten – eine enor­me zusätz­li­che Belas­tung in einer ohne­hin schwie­ri­gen Lebens­pha­se. Mit öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln sind die­se Wege oft noch schwe­rer zu bewäl­ti­gen, da lan­ge Fahr­zei­ten, Umstie­ge, ein­ge­schränk­te Ver­bin­dun­gen, aber auch über­füll­te Ver­kehrs­mit­tel die Situa­ti­on zusätz­lich erschwe­ren. Hin­zu kommt: Nicht jeder ver­fügt über ein sozia­les Netz­werk, das sol­che täg­li­chen Fahr­ten auf­fan­gen kann. Beson­ders häu­fig sind Frau­en betrof­fen, die neben der eige­nen Erkran­kung wei­ter­hin Ver­ant­wor­tung für Kin­der und Haus­halt tra­gen. Gleich­zei­tig sind Part­ner viel­fach berufs­tä­tig und kön­nen die­se Fahr­ten nicht täg­lich übernehmen.

Maria Eli­sa­beth Rie­der wur­de in den letz­ten Wochen mehr­fach von Betrof­fe­nen kon­tak­tiert, die genau die­se Situa­ti­on schil­dern: “Die­se Patient:innen erwar­ten sich eigent­lich nur, dass ihnen ein Kran­ken­trans­port geneh­migt wird. Es kann nicht sein, dass Men­schen, die ohne­hin schon um ihre Gesund­heit kämp­fen, zusätz­lich damit belas­tet wer­den, wie sie täg­lich zur The­ra­pie kom­men. Aktu­ell sind Kran­ken­trans­por­te nur in klar defi­nier­ten medi­zi­ni­schen Aus­nah­me­fäl­len vor­ge­se­hen – etwa bei Geh­un­fä­hig­keit oder schwe­ren Begleit­erkran­kun­gen. Für vie­le Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten in Strah­len­the­ra­pie grei­fen die­se Kri­te­ri­en jedoch nicht, obwohl die täg­li­che Orga­ni­sa­ti­on der Fahr­ten eine erheb­li­che zusätz­li­che Belas­tung dar­stellt.“ In meh­re­ren Anfra­gen an Lan­des­rat Mess­ner hat die Team K Abge­ord­ne­te bereits auf die­se Pro­ble­ma­tik hin­ge­wie­sen. Die Ant­wor­ten ver­wie­sen jedoch im Wesent­li­chen auf die gel­ten­den Kri­te­ri­en im  Beschluss – kon­kre­te Ver­bes­se­run­gen sind bis­lang aus­ge­blie­ben. Aus die­sem Grund hat sie nun für die­se Woche einen Beschluss­an­trag im Land­tag ein­ge­bracht. Maria Eli­sa­beth Rie­der drängt auf eine Über­prü­fung und Anpas­sung der Trans­port­kri­te­ri­en, damit die tat­säch­li­che Belas­tung der Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten stär­ker berück­sich­tigt wird. Kon­kret geht es dar­um, die Häu­fig­keit und Dau­er der The­ra­pien ein­zu­be­zie­hen, die Zumut­bar­keit der täg­li­chen Fahr­ten rea­lis­tisch zu bewer­ten und ergän­zen­de Lösun­gen wie Sam­mel­trans­por­te zu ermög­li­chen. „Wenn ich von Betrof­fe­nen höre, dass Strah­len­the­ra­pien wegen Über­for­de­rung abge­bro­chen wer­den, dann macht mich das sehr betrof­fen. Wer täg­lich zur Strah­len­the­ra­pie muss, braucht Unter­stüt­zung – und es muss alles dar­an gesetzt wer­den, hier eine Lösung im Sin­ne die­ser Patient:innen zu fin­den. Ich set­ze dabei auf die Zusam­men­ar­beit aller Betei­lig­ten, um eine Lösung zu errei­chen, die sich an der Rea­li­tät der Men­schen ori­en­tiert“, betont Maria Eli­sa­beth Rie­der abschließend.

https://www.team‑k.eu/de/transporte-zur-strahlentherapie-gemeinsame-suche-nach-loesungen-fuer-betroffene

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