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Senio­ren­hei­me: Team K for­dert Ent­las­tung der Heimbewohner:innen und ihrer Familien

Bereits im März hat die Team K Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Maria Eli­sa­beth Rie­der einen Beschluss­an­trag zur Finan­zie­rung der Tages­sät­ze in den Senio­ren­wohn­hei­men ein­ge­bracht, der jetzt im Land­tag behan­delt wird. Hin­ter­grund sind die stei­gen­den Kos­ten bei den Tages­sät­zen in den Senio­ren­wohn­hei­men. Sie for­dert, dass kol­lek­tiv­ver­trag­lich sowie infla­ti­ons­be­dingt stei­gen­de Per­so­nal­kos­ten künf­tig voll­stän­dig durch die öffent­li­che Hand finan­ziert wer­den und nicht über höhe­re Tages­sät­ze an Heim­be­woh­ne­rin­nen, Heim­be­woh­ner und deren Ange­hö­ri­ge wei­ter­ge­ge­ben werden.

Gute Pfle­ge braucht gut bezahl­tes Per­so­nal. Die Auf­wer­tung der Pfle­ge­be­ru­fe ist rich­tig und not­wen­dig. Die­se zusätz­li­chen Kos­ten dür­fen aber nicht auf die pfle­ge­be­dürf­ti­gen Men­schen und ihre Fami­li­en abge­wälzt wer­den“, erklärt Maria Eli­sa­beth Rie­der. Eine Ana­ly­se der offi­zi­el­len Tarif­über­sich­ten der Senio­ren­wohn­hei­me zeigt deut­li­che Unter­schie­de zwi­schen den ein­zel­nen Ein­rich­tun­gen. Von ins­ge­samt 79 Senio­ren­wohn­hei­men haben im Jahr 2026 ins­ge­samt 74 ihre Grund­ta­ri­fe erhöht. Wäh­rend eini­ge Hei­me die Tari­fe nur gering­fü­gig ange­ho­ben oder über­haupt kei­ne Erhö­hung vor­ge­nom­men haben, muss­ten Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner ande­rer Ein­rich­tun­gen deut­li­che Mehr­kos­ten hin­neh­men. Teil­wei­se lie­gen die Erhö­hun­gen bei meh­re­ren hun­dert Euro pro Monat.

„Wer auf einen Heim­platz ange­wie­sen ist, hat meist kei­ne Alter­na­ti­ve. Vie­le Fami­li­en ste­hen ohne­hin vor einer schwie­ri­gen Situa­ti­on, wenn Eltern oder Ange­hö­ri­ge pfle­ge­be­dürf­tig wer­den. Sie dür­fen nicht zusätz­lich durch immer höhe­re Heim­kos­ten unter Druck gera­ten. Gera­de ange­sichts des Mil­li­ar­den­haus­halts des Lan­des muss es mög­lich sein, gute Pfle­ge sicher­zu­stel­len, ohne die Rech­nung an pfle­ge­be­dürf­ti­ge Men­schen und ihre Fami­li­en wei­ter­zu­ge­ben. Nie­mand soll­te sich Sor­gen machen müs­sen, ob die not­wen­di­ge Pfle­ge noch leist­bar ist“, so die Team-K-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te. 

Hand­lungs­be­darf wur­de inzwi­schen auch von ande­rer Sei­te bestä­tigt. So schlägt der Ver­brau­cher­schutz­ver­ein Robin Alarm: Laut des­sen Aus­wer­tung sind die Tari­fe in Süd­ti­rols Senio­ren­wohn­hei­men in den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren durch­schnitt­lich um 13,3 Pro­zent gestie­gen, in ein­zel­nen Ein­rich­tun­gen sogar um bis zu 29 Pro­zent. Fami­li­en müs­sen dadurch je nach Heim meh­re­re tau­send Euro pro Jahr zusätz­lich auf­brin­gen. Beson­ders kri­tisch sieht auch der Ver­brau­cher­schutz­ver­ein, dass die not­wen­di­gen Ver­bes­se­run­gen bei der Ent­loh­nung des Pfle­ge­per­so­nals teil­wei­se über höhe­re Tari­fe für die Heimbewohner:innen finan­ziert werden.

Mit ihrem Beschluss­an­trag for­dert Maria Eli­sa­beth Rie­der die Lan­des­re­gie­rung auf, die bestehen­de Finan­zie­rungs­struk­tur der Senio­ren­wohn­hei­me zu über­ar­bei­ten. Künf­tig sol­len kol­lek­tiv­ver­trag­li­che und infla­ti­ons­be­ding­te Per­so­nal­kos­ten­stei­ge­run­gen voll­stän­dig über die öffent­li­che Hand finan­ziert wer­den. Gleich­zei­tig for­dert sie mehr Trans­pa­renz bei der Tarif­ge­stal­tung, damit nach­voll­zieh­bar wird, wel­che Kos­ten­stei­ge­run­gen tat­säch­lich auf Per­so­nal­auf­wen­dun­gen zurück­zu­füh­ren sind und wel­che ande­ren Fak­to­ren die Preis­ent­wick­lung beein­flus­sen. „Die Finan­zie­rung einer guten Pfle­ge ist eine öffent­li­che Auf­ga­be. Wer sein Leben lang gear­bei­tet, Steu­ern gezahlt und sei­nen Bei­trag für die Gesell­schaft geleis­tet hat, darf im Alter nicht vor der Sor­ge ste­hen, ob er sich die not­wen­di­ge Betreu­ung noch leis­ten kann. Der Lan­des­haus­halt 2026 beträgt 8,8 Mil­li­ar­den Euro – am Ende ist es eine Fra­ge der Prio­ri­tä­ten, ob pfle­ge­be­dürf­ti­ge Men­schen ent­las­tet oder zusätz­lich belas­tet wer­den,“ betont Maria Eli­sa­beth Rieder.

Der Vor­schlag des Team K, künf­ti­ge Lohn­an­pas­sun­gen für die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der Senio­ren­wohn­hei­me voll­stän­dig über die öffent­li­che Hand zu finan­zie­ren, wur­de abge­lehnt. „Auch wenn mein Antrag kei­ne Mehr­heit gefun­den hat, war die Debat­te wich­tig. Es geht um älte­re Men­schen und ihre Fami­li­en, vie­le machen sich Sor­gen, wie sie die stei­gen­den Kos­ten in Zukunft noch stem­men sol­len. Hier wei­ter­le­sen…

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