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Team K setzt Ver­ein­fa­chung bei Anwen­dung der EEVE durch: Weni­ger Zet­tel­wirt­schaft, mehr sozia­le Gerechtigkeit

Für 72 Lan­des­leis­tun­gen und Tarif­be­güns­ti­gun­gen ist der­zeit die Ein­heit­li­che Ein­kom­mens- und Ver­mö­gens­er­klä­rung (EEVE) erfor­der­lich. Sie wur­de ein­ge­führt, um die Bewer­tung von Ein­kom­men und Ver­mö­gen zu ver­ein­heit­li­chen, zu ver­ein­fa­chen und gerech­ter zu gestal­ten. Doch wer heu­te um eine Lan­des­leis­tung ansucht, muss trotz EEVE häu­fig einen gan­zen Sta­pel zusätz­li­cher Doku­men­te vor­le­gen. Weni­ger Zet­tel­wirt­schaft und eine gerech­te­re Behand­lung von Erspar­nis­sen – das for­der­te das Team K heu­te im Land­tag. Der ent­spre­chen­de Beschluss­an­trag wur­de mit 18 zu 17 Stim­men angenommen.

Die Team-K-Abge­ord­ne­te Maria Eli­sa­beth Rie­der zeigt sich erfreut über die­sen wich­ti­gen Erfolg: „Der Land­tag hat heu­te ein kla­res Signal gesetzt: Die Men­schen dür­fen nicht län­ger mit unnö­ti­ger Büro­kra­tie belas­tet und dafür bestraft wer­den, dass sie fürs Alter einen Not­gro­schen zur Sei­te legen.“ Wie groß der Hand­lungs­be­darf ist, zeigt sich beson­ders beim Miet­bei­trag. Neben der EEVE, dem Miet­ver­trag und den Nach­wei­sen über die tat­säch­lich gezahl­te Mie­te müs­sen Antrag­stel­len­de zahl­rei­che wei­te­re per­sön­li­che und ein­kom­mens­be­zo­ge­ne Unter­la­gen vor­le­gen. Selbst klei­ne finan­zi­el­le Unter­stüt­zun­gen durch die eige­nen Kin­der kön­nen als Ein­kom­men ange­rech­net wer­den. Auch soge­nann­te figu­ra­ti­ve Ein­kom­men, etwa nicht erhal­te­ne Unter­halts­zah­lun­gen, kön­nen dazu füh­ren, dass Betrof­fe­ne ihren Anspruch auf Unter­stüt­zung ver­lie­ren. Damit müs­sen sich Men­schen Ein­kom­men anrech­nen las­sen, über das sie tat­säch­lich gar nicht verfügen.

Ein wei­te­res Pro­blem, das Maria Eli­sa­beth Rie­der in Gesprä­chen mit Betrof­fe­nen immer wie­der rück­ge­mel­det wur­de, ist die der­zei­ti­ge Berück­sich­ti­gung von Erspar­nis­sen: „Vie­le Men­schen mit gerin­gem Ein­kom­men haben sich über Jah­re durch Ver­zicht und sorg­fäl­ti­ges Haus­hal­ten einen klei­nen Not­gro­schen für das Alter, für Pfle­ge­kos­ten oder für unvor­her­ge­se­he­ne Aus­ga­ben auf­ge­baut. Führt die­ses finan­zi­el­le Pols­ter zur Kür­zung oder Ver­wei­ge­rung von Unter­stüt­zungs­leis­tun­gen, wer­den Spar­sam­keit und Eigen­ver­ant­wor­tung bestraft.“

Mit der Annah­me des Beschluss­an­trags hat der Land­tag der Lan­des­re­gie­rung nun einen kla­ren Auf­trag erteilt. Gemein­sam mit den zustän­di­gen Ämtern und Fach­be­rei­chen muss sie über­prü­fen, wel­che zusätz­li­chen Unter­la­gen neben der EEVE tat­säch­lich erfor­der­lich sind. Über­flüs­si­ge Nach­weis­pflich­ten müs­sen abge­schafft, die vor­zu­le­gen­de Doku­men­ta­ti­on redu­ziert und die Ver­fah­ren ver­ein­facht wer­den. Gleich­zei­tig ist die Berück­sich­ti­gung von lang­fris­tig ange­spar­tem Vor­sor­ge­ver­mö­gen so zu über­ar­bei­ten, dass die­ses nicht län­ger zu sozia­len Benach­tei­li­gun­gen oder zum Aus­schluss von Unter­stüt­zungs­leis­tun­gen führt. Für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger bedeu­tet die Umset­zung des Beschlus­ses weni­ger For­mu­la­re, weni­ger Behör­den­gän­ge, ver­ständ­li­che Ver­fah­ren und einen gerech­te­ren Zugang zu öffent­li­chen Leis­tun­gen. „Die EEVE muss wie­der das sein, wofür sie geschaf­fen wur­de: ein ein­fa­ches, nach­voll­zieh­ba­res und sozi­al aus­ge­wo­ge­nes Instru­ment. Jetzt liegt es an der Lan­des­re­gie­rung, den Beschluss kon­se­quent umzu­set­zen und für eine spür­ba­re Ent­las­tung zu sor­gen“, betont Maria Eli­sa­beth Rieder.

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